OKTOBER

Ganz gleich auf welcher Hälfte der Erde wir und gerade befinden, erleben wir momentan eine Zeit des Überganges. Vom hellem Sonnenschein zu den erdigen Tönen des Herbstes, oder von den dunklen Wintertagen zum blühenden Frühling. In diesen Zeiten Wechsels begeistert und inspiriert uns die Natur mit ihren fast täglichen neuen Eindrücken, doch sie läd uns auch ein nach innen zu blicken.

Ich glaube dieses – Dazwischensein – das wir in der Natur erleben, gibt uns die Gelegenheit zu prüfen ob sich auch bei uns etwas verändert hat oder was sich verändern will. Was ist überholt, verliert an Bedeutung, was keimt Neues und will sich entfalten? Welche Ängste weckt diese Zeit ?

Wie der Wind ist unsere innere Welt ständig in Bewegung, unsere Gefühle, Träume und Gedanken sind eine ewig sich verändernte Landschaft.

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In dieselben Flüsse 
steigen wir hinab und
nicht hinab.

Wir sind es und sind es nicht, 
denn in denselben Strom 
vermag man nicht zweimal zu steigen.
Heraklit von Ephesos 

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Der Regen hat aufgehört, die Wolken sind weggezogen,
und der Himmel ist wieder klar.
Wenn dein Herz rein ist,
dann sind alle Dinge deiner Welt rein.
Gib diese vergängliche Welt auf, gib dich selbst auf.
Dann werden der Mond und die Blumen
dir den Weg weisen.

Ryokan

 

Herbstanfang

Das September Equinox liegt hinter uns  und wir nähern uns mit großen Schritten und auf schlüpfrigen Wegen ( passt auf die Blätter auf ) der Winterzeit.

 

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Es gibt eine Stille des Herbstes bis in die Farben hinein.

Hugo von Hofmannsthal

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Am rauschenden Bach

 

Ich hört‘ ein Bächlein rauschen
Wohl aus dem Felsenquell,
Hinab zum Tale rauschen
So frisch und wunderhell.

 

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Ich weiß nicht, wie mir wurde,
Nicht, wer den Rat mir gab,
Ich mußte auch hinunter
Mit meinem Wanderstab.

Hinunter und immer weiter
Und immer dem Bache nach,
Und immer frischer rauschte
Und immer heller der Bach.

 

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Ist das denn meine Straße?
O Bächlein, sprich, wohin?
Du hast mit deinem Rauschen
Mir ganz berauscht den Sinn.

Was sag ich denn vom Rauschen?
Das kann kein Rauschen sein:
Es singen wohl die Nixen
Tief unten ihren Reihn.

 

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Laß singen, Gesell, laß rauschen
Und wandre fröhlich nach!
Es gehn ja Mühlenräder
In jedem klaren Bach.

Wilhelm Müller