Dezemberlied

Harter Winter, streng und rauch,
Winter, sei willkommen!
Nimmst du viel, so gibst du auch,
Das heisst nichts genommen!

Zwar am Äussern übst du Raub,
Zier scheint dir geringe,
Eis dein Schmuck, und fallend Laub
Deine Schmetterlinge,

Rabe deine Nachtigall,
Schnee dein Blütenstäuben,
Deine Blumen, traurig all
Auf gefrornen Scheiben.

Doch der Raub der Formenwelt
Kleidet das Gemüte,
Wenn die äussere zerfällt,
Treibt das Innere Blüte.

      F.Grillparzer

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13 Kommentare zu „Dezemberlied

  1. ein zauber zieht mich in dieses bild hinein. ich sehe die pastellig rosazarte fee ihr glitzerstern heben. es klirrt und klingt ganz zart in der luft.
    ein magisches bild. ein kunstwerk!
    i love it ❤

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  2. Liebe Patricia,
    zart und kalt stehen sie in ihrer Ruhephase und beindrucken mich.
    Wunderschön eingefangen!
    Ganz liebe Grüße,
    Manuela, bei der es die letzte Zeit ganz schön turbulent zu geht.

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