Landschaft wie ich sie mag

Die Felder sind schon wieder fertig für den Winter und die sanften Formen, das Spiel der Wolkenschatten, kommen so schön zur Geltung. Der Sommer hat sich heute mit einem Wetterwechsel verabschiedet und endlich beginnen die ruhigen, aber auch stürmischen Tage, mein Lieblings Fotowetter.

 

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Da weht von Süd ein sanfter Hauch
aus sonnenlichten Tagen;
die goldbelaubten Aeste dehnt
der Ahorn voll Behagen.
Kein Vogelsang, – kein Blütenduft, –
die weiche, warme Sommerluft
säuselt in allen Hagen.

Nun schaun sich schier verwundert an
die schweigenden Zypressen;
es ist, als habe der flüchtige Lenz
sein Lebewohl vergessen
und ginge noch einmal über das Feld,
die blasse, sommermüde Welt
an seine Brust zu pressen.

Durch nackte Zweige schweift der Blick
auf graue Wellenpfade:
die weißen Wasser tummeln sich
am träumenden Gestade;
sie flüstern und raunen wie Liebesgruß,
sie kosen und spielen um deinen Fuß,
leuchten und locken zum Bade.

Clara Müller-Jahnke (1860 – 1905)

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16 Kommentare zu „Landschaft wie ich sie mag

  1. Deine Fotos sind toll. Ich mag den Herbst auch sehr gerne! Ich habe ihn heute nochmals in vollen Zügen genossen, obwohl es heute eher sommerlich warm war. LG Moni

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  2. Liebe Patricia,
    die Natur ist ja immer schön – aber Herbst, Winter und Frühling sind einfach meine erklärten Lieblinge. Und so bin ich nicht besonders traurig, wenn der Sommer sich verabschiedet. Womit er sich dieses Jahr bei uns recht schwer tut. Heute gibt es hier nochmals Sonnenschein und bis zu 25 Grad, aber am Wochenende kommt der Regen. Ganz ehrlich: Ich freue mich darauf und wenn ich Deine Bilder anschaue, rieche ich ihn regelrecht, den Herbst. Und auch ein bisschen schon den Winter, der nicht mehr allzu weit entfernt auf seinen Einsatz wartet. 🙂
    Herzliche Grüsse,
    Nadia

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